Sport bedeutet für viele Anstrengung. Und das nicht nur beim Sport alleine, sondern auch das Sportprogramm im Alltag zu integrieren. Doch bringt Sport eigentlich wirklich etwas, oder schadet man dem Körper eher damit? Es geistern viele Mythen um Sport. Beispielsweise, dass man erst nach einer halben Stunde Fett verbrennt. Dies ist tatsächlich ein Mythos, denn bereits beim langsamen Gehen verbrennt der Körper Kalorien und damit später auch Fett. Hier trifft eher der Spruch zu: Jeder Gang macht schlank. Je länger man läuft, desto mehr Fett verbrennt man. Der Hintergrund: Die Fettverbrennung wird beim Laufen angeregt. In den ersten paar Minuten verbrennt der Körper noch auf Sparflamme, je länger die Belastung für den Körper jedoch andauert, desto schneller arbeitet die Fettverbrennung.
Weiterhin wird gerne oft behauptet, dass es so etwas wie einen Nachbrenneffekt gibt. Damit ist gemeint, dass der Körper auch nach dem Sport noch weiter Fett verbrennt. Dies ist tatsächlich ein Fakt. Denn da die Fettverbrennung erst in Gang kommen muss, muss sie somit auch später erst langsam wieder herunterfahren.
Joggen ist ein Volkssport in Deutschland. Besonders im Sommer und Frühjahr sieht man die Läufer in Wald und Flur. Doch ist Joggen tatsächlich so gesund? Viele Freizeitjogger wärmen sich vor dem Laufen auf. Dabei dehnen sie die Arm, Rumpf und Beinmuskulatur. Dies kann zwar die Muskulatur lockern, aber Verletzungen beugt es nicht vor. Besser wäre es übrigens, sich nach dem Laufen zu dehnen, denn durch den Laufprozess und die Anspannung in den Muskeln, verkürzen sich diese. Das anschließende Dehnen sollte jedoch behutsam durchgeführt werden, um Muskelfaserrisse nicht zu provozieren.
„Sorry, aber heute ist es mir zu kalt zum Laufen, das ist nicht gesund für die Lunge!“ haben Sie das auch schon einmal gehört? Die Meinung, dass kalte Luft der Lunge schadet, ist weit verbreitet. Faktisch gesehen kann sehr kalte Luft, unter – 15 Grad, tatsächlich zu einem Lungenkrampf führen. Gesunde Menschen jedoch brauchen sich bei darüber liegenden Temperaturen keine Sorgen zu machen, denn der Körper erwärmt beim einatmen die Luft und bringt diese auf Körpertemperatur. Erst ab -15 Grad Celsius und darunter wird es kritisch.
Einen Tag nach dem Sport meldet er sich: Der Muskelkater. Früher ging man davon aus, dass sich der Muskelkater durch Überlastung bildet. Man sagte, dass Muskelkater eine Art Übersäuerung der Muskelfasern ist. Doch heute weiss man, dass es sich dabei viel mehr um minimale Muskelfaserrisse handelt. Sportmediziner sind heute der Annahme, dass diese Verletzungen in den Muskeln Entzündungen und Reizungen der Nerven verursachen. Schonung ist keine Lösung, denn anhand von Studien wurde nachgewiesen, dass bei mäßigem Muskelkater sogar ein leichtes Sportprogramm von 15 Minuten dazu führt, dass der Muskelkater verschwindet und danach auch nicht wieder auftritt. Volle Power sollte man jedoch erst nach einigen Tagen wieder geben, denn sonst riskiert man die Vertiefung der vorhandenen Verletzungen.
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